Wien (OTS) – Die heute eröffnete biplane Angiographie-Anlage in der
Klinik
Landstraße bietet völlig neue, minimalinvasive Möglichkeiten bei der
Versorgung von Patient*innen mit Schlaganfall, Aneurysma, chronischen
Blutungen im Schädel oder bei Gefäßfehlbildungen im Gehirn.
Gesundheitsstadtrat Peter Hacker betonte bei der Eröffnung der Anlage
die Bedeutung dieser Investition für die Gesundheitsversorgung in
Wien: „Diese neue Angiographie-Anlage steht für das, was das Wiener
Gesundheitssystem ausmacht: Wir bieten modernste Medizin und
individuelle Therapien für alle Menschen, unabhängig von Einkommen,
Herkunft oder Alter.“
Die Radiologischen Institute im Wiener Gesundheitsverbund haben
2024 über 536.000 radiologische Leistungen an 204.000 Patient*innen
erbracht. „Die neue, hochmoderne Angiographie-Anlage setzt einen
wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung der Radiologie im
Wiener Gesundheitsverbund. Sie erweitert nicht nur die diagnostischen
Möglichkeiten, sondern stärkt die Interventionelle Radiologie als
unverzichtbaren Pfeiler einer modernen und patient*
innenenorientierten Spitzenmedizin. Radiologie ist heute eine
moderne, diagnostische und therapeutische – oft lebensrettende –
Disziplin, die entscheidend zur Qualität und Sicherheit der Patienten
*innenversorgung beiträgt,“ sagt Michael Binder, Medizinischer
Direktor des Wiener Gesundheitsverbundes .
„Die biplane Angiographie-Anlage erlaubt zeitgleich Aufnahmen aus
zwei Perspektiven und 3D-Aufnahmen. Dadurch können wir präziser,
schneller und mit weniger Kontrastmittel arbeiten, was bei vielen
Erkrankungen entscheidend ist. Gleichzeitig reduziert sich die
Strahlenexposition für Patient*innen und unsere Mitarbeiter*innen in
der Radiologie deutlich“, erklärt Waltraud Wölkart, MTDG-Leitung der
Radiologie in der Klinik Landstraße.
Zwtl.: Time is brain – Schlaganfälle rasch und zielgenau behandeln
Die Klinik Landstraße ist eines der drei Stroke-Zentren Wiens und
führt seit 2011 die akuten zerebralen Thrombektomien durch, das ist
die Entfernung von Blutgerinnseln aus dem Gehirn. „5 bis 10 % aller
Patient*innen mit akuten zerebralen Gefäßverschlüssen benötigen diese
Behandlung sehr rasch, innerhalb von 24 Stunden nach
Krankheitsbeginn. Mit der neuen biplanen Angiographie-Anlage werden
die zeitkritischen Akuteingriffe an den Gehirngefäßen kürzer und
zielgenauer“, erklärt Elisabeth Fertl, Vorständin der Neurologie in
der Klinik Landstraße . 2024 wurden im Wiener Gesundheitsverbund
4.200 Patient*innen mit Schlaganfall versorgt. In der Klinik
Landstraße wurden 616 Schlaganfall-Patient*innen behandelt.
Zwtl.: Neue Einsatzmöglichkeiten
Rüdiger Schernthaner, Vorstand des Radiologie-Instituts in der
Klinik Landstraße freut sich: „Die neue Anlage eröffnet uns auch
neue, minimalinvasive Behandlungsoptionen – etwa bei chronischen
Blutungen zwischen Hirnhäuten (chronisches Subduralhämatom) oder bei
Gefäßfehlbildungen im Gehirn (Arteriovenöse Malformationen). Das ist
ein echter Fortschritt für unsere Patient*innen und ein starkes
Signal für Innovation im öffentlichen Gesundheitswesen.“
Im Neurovaskulären Zentrum in der Klinik Landstraße arbeiten
Neurologie, Neurochirurgie und Interventionelle Radiologie eng
zusammen. „Durch regelmäßige gemeinsame Fallbesprechungen können wir
jede Therapie für die Patient*innen individuell planen und die
bestmögliche Behandlung gewährleisten – vom Zufallsbefund bis zur
Behandlung von komplexen Aneurysmen und Angiomen“, fasst Martin
Ortler, Vorstand der Neurochirurgie der Klinik Landstraße die
interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Klinik Landstraße zusammen.
Service-Links:
Neurovaskuläres Zentrum in der Klinik Landstraße:
https://klinik-
landstrasse.gesundheitsverbund.at/leistung/neurovaskulaeres-zentrum